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Mabon

Mabon ist der Name eines sogenanntes Sonnenfest, das seine Wurzeln in den Erntedankfesten

verschiedener Kulturen hat. Es wird bei uns meistens zwischen dem  21.-23. September gefeiert. Dieses ist der astrologische Herbstequinox, die Tag- und Nachtgleiche in unserem Breitengrad.

 

 

 

Nun ist es vollbracht. Die Ernte ist eingeholt und der Dank dafür formt die Rituale.
Aber es ist noch viel mehr...
Jetzt stehen wir im Zeichen der Waage, die Ausgewogenheit symbolisiert. Es ist die Zeit des Harmonisches Gleichgewicht der Polaritäten Hell und Dunkel. denn Mutter Natur schafft uns ein Gleichgewicht zwischen den Kräften, Tag und die Nacht sind gleich lang.
Durch die Abnahme des Lichts, bereitet sich die Natur sich auf eine Ruhepause vor. Die Pflanzen ziehen ihre Kräfte in die Wurzeln zurück.
 Auch für uns wäre eine Zeit des Rückzugs nach innen angesagt. Zeit für sich selbst.

Was habe ich geerntet, was kann ich loslassen, was behalten Entrümpeln, innen und außen ist hilfreich. Welche Muster und Emotionale Ballast, hindern mich daran im Gleichgewicht zu sein.
Das Ende des Sommers, der Beginn er dunklen Jahreshälfte, läst uns oft melancholisch werden. Leider wehren wir oft gegen diese natürliche Entwicklung in uns und versuchen genauso aktiv und leistungsfähig wie im Sommer zu sein.

 

Das bekannteste Fest zu dieser Zeit fand im antiken Griechenland statt.

Die Demeter-Mysterien (Eleusinische Riten) waren seinerzeit das berühmteste Einweihungsfest in Europa. Von überall her kamen Männer und Frauen, um daran teilzunehmen. Das Fest ging über neun Tage, erst wurde gefastet, dann gefeiert, und Jünglinge wurden Dionysos geweiht.

Zentrales Thema war Demeterhymnos, am bekanntesten von Homer beschrieben:

Persephone, die gemeinsame Tochter von Demeter (röm.Ceres) und Zeus, wurde von Hades in die Unterwelt entführt. Demeter war so traurig über den Verlust ihrer Tochter, dass sie über die Lande zog und in ihrer Trauer und Wut für einen langen Winter sorgte. Die Menschen hungerten und schließlich wurde vereinbart, dass Persephone wieder an die Oberfläche durfte. Da sie jedoch in der Unterwelt von einem Granatapfel gegessen hatte, war sie Teil der Unterwelt geworden und musste ein Drittel des Jahres dort verbringen.

In anderen Mythen ging es um den Kampf der Götter, um den Kampf der Gegensätze. Des Sonnengottes gegen sein Ego-Zwilling. Alt gegen Jung, Hell gegen Dunkel.  Und das Dunkel wird siegen – erst mal. In diesem Sinne besteht auch ein Bezug zum ägyptischen Orisis-Mythos.  Der auch wundervoll als Individuationsprozess gesehen werden kann.

Oriris kämpft gegen seinen Schatten – Seth und seine weibliche Seite (Anima)- Isis, befreit ihn vom Untergang und zusammen schaffen sie einen neuen Anfang - Horus.

Die zweite dunkle Jahreshälfte ist wie dafür gemacht, sich zurück zu ziehen und  der inneren Entwicklung Raum zu geben. Rückschau zu halten, Dankbarkeit zu zeigen, für das was wir im Laufe des Jahres empfangen haben. Spreu vom Weizen zu trennen, Vorräte anzulegen und das Saatgut fürs nächste Jahr einzulagern.

Der Altar ist geschmückt im Überfluss der Früchte der Erde und den leuchtenden Farben des Spätsommers.  Die Segnung von Brot und Wein. Der Junge Wein wird reifen. Die Kornkrone und das Kartoffelfeuer sind noch Überbleibsel dieser Alten Riten.

Lasst uns feiern....

20.9.07 14:55
 


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